'Windschutz-Projekt'



Posted on April 24, 2008 in Windschutz-Projekt by posterKommentare deaktiviert für Windschutz – Projektstart !

Bei diesem Projekt geht es darum die hinter dem Haus liegende Terasse vor Wind zu schützen.

 

Durch die zum Nachbarhaus gebildete Gasse entstand hier eine Art Windkanal, der auch bei wenig Wind zu heftigem Zug auf der Terasse führt.

 

Da durch die von der Terasse vorgegebenen Abmessungen keine Standard-Dichtzäune passen und diese besonders in hochwertiger, geschlossener Ausführung doch ziemlich teuer sind wurde dieses Selbstbau-Projekt begonnen.

 

Auch die Befestigung der Zwischenpfosten ist durch das abschüssige Gelände nicht trivial und bedurfte eher unkonventioneller Lösungswege.

 

 


Vom Ausgangszustand gibt es leider kein Bild, jedoch folgt hier eine Skizze:
Windschutz, Skizze 1
Posted on April 24, 2008 in Windschutz-Projekt by posterKommentare deaktiviert für Windschutz – Material

Nach dem Durchkämmen verschiedener Baumärkte in der Umgebung nach geeignetem Material kam folgende Liste zustande:

 
Material-Liste:

4
Pfosten Douglasie 70x70x210(Standpfosten)
6
Bretter Douglasie 70x21x200
(Führungen)
4
Leisten Douglasie 70x35x200
(Abdeckung)
8
Pack (a. 6 Stk) Profilbretter 19x96x250 gewölbt
(Füllung)
3
Messingwinkel 40x5x200
(Halterung Eckpfosten)
2
Pfostenschuh 70x70x750 (Bodenhülse) zum Einschlagen

1
Pack (200) Schrauben Edelstahl 4×50

1
Pack (100) Schrauben Edelstahl 5×60

1
Sack GaLa-Beton

1
Bondex Holzschutz-Lasur

1
Terpentinersatz

 

Werkzeug:

  • Wasserwaage
  • Metermaß
  • Handkreissäge
  • Sägetisch
  • Bohrmaschine
  • Winkelschleifer 
  • Akkuschrauber
  • Holzraspel
  • Schleifpapier (150)
  • Pinsel


 

Posted on April 25, 2008 in Windschutz-Projekt by posterKommentare deaktiviert für Windschutz – Details und Konzept

Holzauswahl:

 

Wir haben uns für Douglasie entschieden um eine erhöhte Witterungsbeständigkeit der tragenden Elemente zu erreichen. Für die Füllung kommen ganz normale Profilbretter aus Fichte für den Innenbereich zum Einsatz, da diese einfach zu bekommen und in verschiedenen Formen und Längen erhältlich sind.

 

Die Länge der Elemente richtet sich natürlich nach den jeweiligen Erfordernissen. Hier wird nun ein 2 Meter hoher und dem Terassenverlauf angepasster Schutz gebaut.

 

Er besteht aus drei Elementen verschiedener Größe und ist insgesamt ca. 5 m lang. Das sind immerhin ca. 10 qm an Fläche.

 

Aufbau der Elemente:

 

Normalerweise werden komplette Dichtzaunelemente an Pfosten befestigt um später eine Einheit zu bilden.

 

Hier sind wir komplett anders vorgegangen :

 

Die Füllung aus Profilbrettern wird direkt in an den Pfosten befestigte Führungen eingeschoben. So kann man die Füllung bei Bedarf später einfach ersetzten und man benötigt nicht noch eine zusätzliche Rahmenkonstruktion.

 

Hier die fertigen Pfostenelemente mit seitlichen Führungen: (Beschreibung folgt später)


 EndpfostenPfosten schrägEckpfosten


Befestigung:

Um wirklich jede Zugluft zu vermeiden werden die Pfosten nicht auf die Terasse gesetzt, sondern davor. Falls dieser Anspruch nicht besteht kann man zu günstigen Flachhalterungen greifen, die einfach mit ein paar großen Schrauben am Boden befestigt werden.

Die Pfosten sollten so fest wie möglich mit stabilen Konstruktionen befestigt werden, da diese später bei Sturm und Böen einer nicht zu unterschätzenden Belastung ausgesetzt sind.

Am Haus direkt wird  der Pfosten einfach mit 4 stabilen und langen Schrauben an die Klinkerfassade gedübelt.

Der Eckpfosten soll genau auf der Spitze der Ecke montiert werden. Hier haben alle in Reichweite befindlichen Baumärkte keine entsprechende Halterung anzubieten gehabt. Also wurde aus drei stabilen Winkeln eine feste und haltbare Konstruktion geschaffen, die den Pfosten in alle Richtungen abstützt.


Eckhalterung WindschutzEckhalterung von ObenEckhalterung fertig

 

Die zwei letzten Pfosten werden werden mit einschlagbaren Bodenhülsen besfestigt. Der Untergrund besteht aus Lehm mit einer Schotterschicht. Die jetzt noch teilweise in der Luft hängenden Hülsen werden später in Beton gegossen um so noch mehr halt zu bieten.

 Geländeverlauf

Die Bodenhülsen gibt es auch mit 90cm langem Stiel. Bei weiniger festem Untergrund können diese vielleicht auch noch eingesetzt werden.

Ansonsten kann man natürlich immer ein entsprechendes Fundament aus Beton gießen. 


Posted on April 27, 2008 in Windschutz-Projekt by posterKommentare deaktiviert für Windschutz – Die Pfosten

Die Pfosten sind recht schnell zusammengebaut.

 

Als Erstes haben wir die 70x21x200 Bretter aus Douglasie einfach mit der in den Sägetisch eingespannten Handkreissäge in der Mitte zerteilt. So entstanden zwei Streifen mit ca. 32x21x200. Diese bilden beidseitig die Führungen für die Füllung.

 

Jetzt sollte man die Pfosten und Streifen erstmalig mit Holzschutz-Lasur streichen. Mit dem Bondex-Produkt haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Ähnliche Lasuren auf Wasserbasis haben bisher nie die Haltbarkeit einer lösemittelhaltigen Lasur erreicht. Daher bitte die Verarbeitungshinweise beachten und Terpentinersatz für die Pinselreinigung und Flecken bereithalten. Die Lasur ist nach ca. 3 Stunden Staubtrocken und nach ca. 12 Stunden überstreichfähig.

 

Wir haben das Material über Nacht liegen lassen und dann weitergearbeitet.

 

Nun werden an den Enden der Streifen und dazwischen in ca. 30cm Abstand Löcher vorgebohrt. Minimal kleiner als der Schraubendurchmesser, damit die Schraube später den Streifen fest an den Pfosten zieht.

 

Die Streifen werden dann entsprechend folgendem Bild an den Pfosten verschraubt:

 

Befestigung der Führung am Pfosten

 

Der mittlere Abstand soll der Dicke der Profilbretter entsprechen. Am besten man befestigt erst die äußere Leiste, legt ein Profilbrett an und verschraubt dann die innere Leiste. So hat man den gewünschten Abstand ohne zu messen. Die Leiste kann man ruhig fest andrücken, damit später beim Einsetzten der Profilbretter etwas seitlicher Druck vorhanden ist. So klappern die Bretter später nicht in den Führungen.

Alternativ zu den aus Holz gefertigten Führungen kann man natürlich auch ein fertiges Alu-Profil kaufen, das den Erfordernissen entspricht. Jedoch sollte man bedenken, daß beim Streichen der Bretter diese dann abgeklebt werden müssen. Optisch gibt das natürlich eine etwas modernere Note, sollte aber natürlich zum Haus passen.

 

Als weitere Alternative kann man dickere Pfosten nehmen und eine entsprechende Nut hineinfräsen. Jedoch sollten diese ca. 3 cm Tief sein. Bei 9cm breiten Pfosten bleibt dann noch in der Mitte ein 3 cm Steg. Das ist natürlich ein bisschen zu wenig, so dass man hier auf 11cm gehen sollte. Das ist meiner Meinung nach weder preislich noch optisch eine gute Idee. (Für einen größeren Zaun oder ein Gartenhaus kann man diese Idee aber sicher verwenden.

 

Die Führungen sollten ca. 10-15cm kürzer sein als die Pfosten, da die Befestigungselemente der Pfosten (in Schuhen oder Bodenhülsen) sonst im Weg sind.

 

Wie man an unserem Beispiel sieht kann man auch andere Winkel als 180° und 90° mit relativ wenig Aufwand erreichen. Der Winkel wurde an der Terasse mit einer Schablone abgetragen und auf den Pfosten aufgemalt. Dann wurde mit der Handkreissäge und Seitenanschlag ein schräger Schnitt durchgeführt (! ca. 10 cm unten stehen lassen !). Hierzu benötigt man eine Kreissäge mit mindestens 70mm Schnitttiefe.

 

 

Bereits bei der Planung sollte man die Abstände der Pfosten so wählen, daß man bei den Profilbrettern später nicht zu viel Verschnitt hat. In unserem Fall wurde der letzte Pfosten so gesetzt, daß ein Profilbrett abgelängt für die hintere Wand als Rest in das letzte Element passt.

 

Wenn alle Pfosten fertig sind kann man diese erstmal lose mit wenigen Schrauben einigermassen senkrecht und winklig in den Halterungen befestigen.

 

Um die Pfosten wirklich fix auszurichten brauchen wir eine minimale Anzahl Profilbretter, damit die Konstruktion ausreichend Halt hat.


Posted on April 27, 2008 in Windschutz-Projekt by posterKommentare deaktiviert für Windschutz – Die Füllung

Nachdem die Pfosten gesetzt sind kann mit dem Einbringen der Füllung begonnen werden. Zuerst werden die lichten Maße für die Länge ermittelt (Pfosten zu Pfosten) und einige Profilbretter entsprechend zugeschnitten.

 

Tipp: Vor dem Einpassen der Profile mit einer Holzraspel die Federn an den Ecken im 45° Winkel abflachen. So platzen beim schrägen Einsetzen die Federn nicht ab !

Profilbretter in die Führungen setzen

 

Zuerst wird das unterste Profil eingebracht. Man kann die Profile schräg zwischen die Pfosten setzten und dann nach unten drücken. Mit der Wasserwaage überprüfen, ob das Profil gerade sitzt. Dann von Außen in die Führung ein Loch bohren und das Profil mit einer Schraube fixieren.

 

Wenn alle unteren Profile fest sitzen kann man ca. 5-6 weitere Lagen Profilbretter einbringen. Vorsichtig drücken um die Federn nicht abzubrechen.

 

Jetzt sollte man mit Wasserwaage und Metermaß die Pfosten ausrichten und kontrollieren, daß die oberen lichten Abstände den unteren entsprechen. Die Profile müssten jetzt die ganze Konstruktion festhalten. Wenn alles gerade und senkrecht sitzt kann man nun die zuletzt eingebrachten (jetzt oberen) Profilbretter wieder mit Schrauben an den Führungen befestigen. Danach die Pfosten fest an den Halterungen befestigen.

 

Halbfertigee Profilfüllung

 

Nun schieben Sie die restlichen Profile ein. Eventuell alle ca. 50 cm wieder mit den Führungen verschrauben. Das oberste Profil muss dann noch auf Pfostenhöhe mit der Kreissäge abgesägt werden.

 

Das ist jetzt ein guter Zeitpunkt um die Profilbretter und Pfosten wieder zu streichen. Ein zweiter Anstrich der Profile erfolgt dann, wenn die Abdeckeisten angebracht wurden.



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